“Die Schuhe von Gucci, die Tasche von Louis Vuitton, das Halstuch von Prada – das ist Gleichschaltung. Und ich glaube, dass wir den Siedepunkt der kompletten Verschmelzung überschritten haben.” Stefan Eckert

23. Januar 2010

drei tage agieren im untergrund, drei tage ohne institutionen, ausschließlich im öffentlichen raum. gespräche, der auftrag “hyperion” lesen und handeln und dabei realisieren, es gibt mal wieder eine menge neu zu entdecken und zu verstehen. und endlich: ein gefühl wirklicher freiheit zu spüren zu glauben. verzweifeln, weitermachen, soweit noch alles wie immer. “aber dreifach fühl ich ihn und mich, wenn wir, wie mamen aus vergangner zeit, mit stolz und freude, mit zürnen und trauern an den athos hinauf und von da hinüberschifften in den hellespont.” ein männerbund – sich langsam finden im anderen: du bist nicht allein, wenn du träumst heute abend … was ne romantische scheiße.

die ausgangssituation ist die der vorlage – ortloses umher irren, in der fremde abstand gewinnen, sich und das drumherum besser erkennen, wille zur reflexion, ekel vor den verhältnissen, anarbeiten gegen die eigene marginalisierung durch die verwalter der real existierenden ordnung. sich nicht mehr die spielregeln aufoktroyieren lassen von den ganzen kosumenten und ihren verwesern, von halsabschneidern und bauernschlauen karrierearschgesichtern. “die liebe gebar jahrtausende voll lebendiger menschen; die freundschaft wird sie wiedergebären. von pflanzenglück begannen die menschen und wuchsen auf, und wuchsen, bis sie reiften; von nun an gärten sie unaufhörlich fort, von innen und außen, bis jetzt das menschengeschlecht, unendlich aufgelöst, wie ein chaos daliegt, daß alle, die noch fühlen und sehen, schwindel ergreift; aber die schönheit flüchtet aus dem leben der menschen sich herauf in den geist; ideal wird, was natur war, und wenn von unten gleich der baum verdorrt ist und verwittert, ein frischer gipfel ist noch hervorgegangen aus ihm.”

“gib ihnen, was du in dir hast, erwiderte Diotima, gib-” und das ist die frage, ist da was? und wenn was? im einrichten in der eigenen unzulänglichkeit und der zufriedenheit im toten winkel, im kompromiss des kompromisses, was will man da eigentlich noch wirklich? gibt es einen benenn baren zustand, der jenseits der bloßen abgrenzenung und verneinung des ganzen hier fassbar und gestaltbar ist???

meese hat dem ei-kind die kunst und die welt erklärt, das ei-kind hat aufmerksam zugehört, jetzt spielt es mal selber meese, mal probieren wie sich das anfühlt.

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